Polen gegen Streubomben-Verbot

“Wstyd!” – Schande!, las man am Mittwoch auf der Titelseite der “Trybuna”, einer der größten überregionalen Tageszeitungen in Polen. Als eines von wenigen Ländern verweigerte Polen seine Unterschrift unter der Konvention zum Verbot der Herstellung und Anwendung von Streubomben. Die Konvention wurde am 3. Dezember in Oslo von über 100 Staaten unterzeichnet.

Keine Streubombe, aber eine Bombe für einen F-16 Kampfjet.

Die Differenziereung in mehr oder weniger humane Waffen ist per se absurd. Trotzdem darf und sollte man hervorheben, dass Streubomben zu den perfidesten Waffen überhaupt gehören. Sie verteilen große Mengen kleiner Sprengkörper, von denen viele nicht sofort explodieren, über große Flächen. Deshalb stellt Streumunition noch viele Jahre nach Beedngung bewaffneter Konflikte eine große Gefahr für die zivile Bevölkerung dar. Weiterlesen

Schnell, billig und unsichtbar

Tagtäglich haben Sprachmittler gegen die gängige Meinung zu kämpfen, fremdsprachige Texte würden sich eigentlich von allein übersetzen. Grundkenntnisse in der Grammatik einer Fremdsprache, ein Wörterbuch und Babel Fish machten einen qualifizierten Übersetzer – der für seine Arbeit auch noch angemessen bezahlt werden möchte – überflüssig. In einer halbstündigen Radiosendung im “Frauenforum” von NDR Info am vergangenen Sonntagabend ist die Journalistin Gisela Jaschik diesen Vorurteilen nachgegangen und hat vier freie Überstzerinnen zu ihrem beruflichen Alltag befragt. Den Link zum Podcast (Beitrag: “Die Reden der Anderen – Unsichtbare Vermittlerinnen”) finden Sie unter http://www.pepperpod.de/cast.php?id=2352&c=86.