Roman Polański verhaftet

Am letzten Sonnabend wurde der Regisseur Roman Polański auf dem Züricher Flughafen festgenommen. Er soll 1978 in den USA eine 13-Jährige vergewaltigt haben. Seitdem wird Polański in den USA steckbrieflich gesucht, weshalb er seit über 30 Jahren nicht mehr in die Staaten gereist ist (2003 erhielt er für den Film „Der Pianist“ den Oskar, den er aufgrund des Haftbefehls in den USA nicht entgegennehmen konnte).

Im vergangenen Jahr hat die Geschädigte beim Gericht einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens gegen Polański eingereicht. Die amerikanische Justiz setzte jedoch die Fahndung nach dem Regisseur nicht aus. (bw)

Feierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestags des Überfalls auf Polen

Westerplatte in Danzig. Foto: Frank Hilbert

Westerplatte in Danzig

Zum 70. Mal jährt sich heute der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Am frühen Morgen des 1. September 1939 provozierten deutsche Soldaten eine Schießerei in Gleiwitz, und deutsche Jagdbomber bombardierten die polnische Stadt Wieluń. Fast zeitgleich eröffnete der deutsche Linienschiff „Schleswig-Holstein“ Feuer auf die polnische Stellung Westerplatte in Danzig.

Anlässlich des runden Jahrestags finden heute in Danzig (auf der Westerplatte) Feierlichkeiten statt, zu denen auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Ministerpräsident Wladimir Putin kommen werden. Überraschend ist nicht nur Putins Zusage, an den Feierlichkeiten in Danzig teilzunehmen. Anerkennung verdient auch sein „Brief an die Polen“, in dem er (bis auf zwei bis drei aus meiner Sicht kontroverse Stellen, an denen Putin versucht, eine Symmetrie zwischen dem gegenseitig zugefügten Leid aufzustellen) erstaunlich offen die russisch-polnischen Ressentiments vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse analysiert und in einer gemeinsamen, objektiven Aufarbeitung der Geschichte den Grundstein für die russisch-polnische Verständigung und ein partnerschaftliches Verhältnis beider Länder in Politik und Wirtschaft sieht. (bw)