Der neue polnische Präsident Bronislaw Komorowski hat heute offiziell sein Amt angetreten. Kurz nach 10 Uhr legte der 58-Jährige vor den Mitgliedern beider Kammern des polnischen Parlaments in Warschau seinen Amtseid ab. In seiner ersten Anspache als Präsident rief Komorowski alle polnischen Parteien und Insitutionen zur Zusammenarbeit auf. Der liberal-konservative Komorowski (Bürgerplattform PO) hatte sich bei der Stichwahl am 4. Juli mit 53 Prozent der Stimmen gegen seinen national-konservativen Kontrahenten Jarosław Kaczyński durchgesetzt. Kaczyński nahm an der heutigen Vereidigungszeremonie aus Protest nicht teil. Wiederholt hatte er in letzter Zeit dem Regierungslager um Ministerpräsident Donald Tusk und Bronisław Komorowski vorgworfen, am Tod seines Bruders, des ehemaligen polnischen Präsidenten Lech Kaczyński (Er kam 10. April bei einem Flugzeugabsturz Smolensk ums Leben.) mitschuldig gewesen zu sein.
Archiv für den Monat August 2010
Nigel Kennedy: “Welcome you fucking audience”
Der britische Geigenvirtuose und Yehudi-Menuhin-Meisterschüler Nigel Kennedy beeindruckte an diesem Abend in Hamburg nicht nur durch sein Spiel: den genialen Wechsel zwischen Klassik, Jazz und Pop. Im Gedächtnis des gediegenen Publikums wird vermutlich hauptsächlich sein gebeugter Rücken haften bleiben, den er fast vier Stunden lang der „fucking audience“ (O-Ton Kennedy) zudrehte. Nur zwischen den Stücken gab sich der Meister die Ehre, sein Antlitz zu zeigen. “Hello, my name Nigel and I`m doing well”, gluckste er dann und nahm lässig einen weiteren Schluck Bier. Anschließend kamen erheiternde Anekdoten über seine polnische Combo – übrigens allesamt Weltklasse-Jazzmusiker. Die klassische Jazz-Zugabe, zu der sich Mr Kennedy zum Ende des Konzerts doch noch durchringen konnte, entschädigte uns jedoch für seine schrägen Attitüden und die ohrenbetäubenden Jimi Hendrix-Einlagen. (bw)
